
Bei unserem Beusch in Göteborg hatten wir unser Womo am Vasapark geparkt. Vasa ist nämlich nicht nur ein Knäckebrot, sondern war einmal eine Königsfamilie.
Gleich zog uns die nette, ungewöhnliche Kirche, die Vasakirche magisch an.
Schon von außen war sie so 'anders', hatte für mich etwas Märchenhaftes... Die Kirche war offen und natürlich waren wir neugierig und hofften auf schöne Fotos. Ein junger Mann zündete Kerzen an und richtete alles her, höflichkeitshalber fragte ich ihn, ob wir fotografieren dürften. Selbstverständlich, meinte er und fragte woher wir kämen und welcher Kirche wir angehörten. Nun, seine Kirche wäre der katholischen freundschaftlich gesinnt... (Obwohl ich einen ganz leichten Ausdruck von - die sind aber so starr - in seinen Zügen wahrzunehmen meinte...) Ich sagte ihm, das mich dass Innere der Kirche überrascht hat, eine solche Kirche hatte ich noch nicht gesehen. Das freute ihn und er erklärte uns mit leuchtenden Augen, dass man einmal angefangen hätte, den Jesus zu malen und dann die Engel drum herum und das Bild wurde so groß, dass mann die großen Seitenfenster auch zumauerte und übermalte.
Viele Kirchen wurden in Schweden und Dänemark abgerissen und einfache weiße wieder aufgebaut. Hier aber wurde es anders gemacht. Der Jesus schaut immer auf seine kleine Gemeinde und wacht über alle, auch wenn dort Kaffee getrunken wird, denn in der Kirche gab es eine nicht zu kleine Kaffeeecke! Dort stand auch bis vor einigen Jahren eine Madonna, aber die wurde leider gestohlen. Sie wurde durch eine einfache ersetzt, aber das reicht. Der Globus steht dafür, dass ihr Gott für alle da ist.... Mit leuchtenden Augen und einer großen Menschlichkeit hat er uns das alles erklärt. Das Strahlen in seinen Augen und in seinem Gesicht hat mich sehr berührt und ich werde es nicht vergessen. So sollten Kirchen sein: warm, gemütlich, familiär mit Kaffeetischen! Ich war sehr froh, dass ich höflich gefragt hatte!