Cajun Spaghetti

Cajun-Spaghetti

 

Cajun (gespr: käjschen) kommt aus Amerika, dort wo die amerikanische Küche von Einwanderern, insbesondern französischen beeinflusst wurde. In der Regel gibt Fisch zu der Soße.

 

Grundlegend ist eine Roux: Eine Mehlschwitze, die dunkel angeröstet wird, sowie die heilige Dreifaltigkeit: Gemüsepaprika, Zwiebeln und Staudensellerie, sowie die typischen Gewürze; Schärfe durch geräuchtes Papikapulver, Cayennpfeffer und / oder Chili.

 

Für diese Version werden

 

1 Zwiebel

Staudensellerie

3 grüne Papika (waren heute ausverkauft, daher rote, mit grünen schmeckt es noch besser)

Petersilie

 

fein gehackt und alles zusammen angebraten.

 

Wenn das Gemüse Farbe bekommen hat, Mehl darüber streuen, ebenso einen halben zerkleinerten Brühwürfel, falls man die Soße später nicht mit vorgekochter Brühe/Soße abschmecken möchte.

 

Nun kommt der Moment, wo man den Feuermelder aus der Küche entfernen sollte. Das Mehl gut mit dem Gemüse vermengen und erst wenn alles ein wenig "kross" angebraten ist, mit Weißwein ablöschen, unter Rühren verdampfen lassen, noch einmal ablöschen, verdampfen lassen, gepressten oder gehackten frischen Knoblauch dazu, umrühren und mit Wasser auffüllen. 10 Minuten köcheln lassen. In der Zeit schon einmal das Nudelwasser aufsetzen und dann sechs gehäutete und klein geschnittene Tomaten oder eine Dose gehackter Tomaten zu der Soße hinzufügen. Würzen mit

 

Salz Pfeffer, etwas Zucker, geräuchertem Paprikapulver (Pimenton de la Vera), Cayennepfeffer, Baskischem Paprika oder Piment d'Esplette, sowie Pfeffer

 

und weiterköcheln lassen. Kurz vor Schluss ein Stück Butter reingeben.

 

 

Flammkuchen

 

Ursprünglich ein Essen vom Lande, aus dem Elsass, aus der Gegend von Strasbourg.
Wenn einmal in der Woche das Brot gebacken wurde, wurde mit dem Flammkuchen getestet, ob das Feuer im Ofen schon kräftig genug war. Das Mittagessen für die Bäcker war zugleich vorbereitet. Der Flammkuchen wurde in die Mitte der Kohlen gesetzt und die Flammen, die aus den Kohlen um den Flammkuchen leckten, gaben ihm seinen Namen.

 

Einen Hefeteig herstellen aus
500 g Weizenmehl
300 ml lauwarmes Wasser
1-2 EL Öl
1 Päckchen Trockenhefe
1/2 EL Salz

 

Für die vegetarische Variante den Paprikabelag vorbereiten:

400 g rote Paprika unter dem Grill rösten, bis die Haut schwarz ist, rausnehmen, ein feuchtes Tuch darüber legen und nach einiger Zeit die Haut abziehen. Paprika klein würfeln und in Gewürzöl (Öl, grobes Salz, Piment d’Esplette, Piment de la Vera oder Chili und Knoblauch) ziehen lassen, bis der Teig fertig ist.

Den Teig in 4 Stücke zerteilen und so dünn wie möglich ausrollen.

 

Mit einer Mischung von insgesamt 600 g Crème fraîche und Quark – im Original wird Fromage Blanc mit 40 % Fett verwendet – und gewürzt mit Salz und Pfeffer – wird der Teig dünn bestrichen.

 

200 g Frühstücksspeck in Streifen geschnitten oder/und die vorbereiteten Paprika,
1-2 Gemüsezwiebeln in dünne Ringe geschnitten, frisch gemahlenen Pfeffer und Salz auf die Creme geben.

Da der Flammkuchen eigentlich im Steinofen gebacken wird, ist es wichtig, den Ofen zu Hause auf der höchsten Stufe (Unterhitze) vorzuheizen. Ein Pizzastein ist hilfreich.


Ca. 10 Minuten auf untersten Schiene bei Unter- und Oberhitze backen lassen bzw. bis der Teig und der Belag leicht Farbe annimmt.

 

Mit dem Wissen über das Grundrezept lässt sich der Flammkuchen natürlich auf jeden Geschmack anpassen. Die Creme kann mit Schmand oder Sahne etwas weniger säuerlich gestaltet werden. Der Belag kennt quasi keine Grenzen. Selbst Käse kann zum Überbacken genutzt werden. Dann wird die Spezialität aus dem Elsass allerdings zum Hans-Dampf-in-allen-Gassen.

 

Die Bäcker im Elsass haben ihren Flammkuchen mit einem Glas D’eau de vie genossen. Wem das zu stark ist, dem sei ein Glas Weißwein aus dem Elsass dazu empfohlen:

 

Die Elsässer Weine der „Appellation d’Origine Contrôlée“ tragen im allgemeinen den Namen der Rebsorte.
Es gibt sieben Rebsorten, davon 6 weiße Weine: Sylvaner, Pinot Blanc, Riesling, Muscat d’Alsace, Pinot Gris und Gewürztraminer

 

1 Rotwein: Pinot Noir

 

Der elsässische Pinot Gris – Grauburgunder – ist eine Weißwein-Rebsorte, deren Beeren eine rötlich gefärbte Haut haben und dem Wein eine kräftige goldgelbe Farbe geben.

 

„Va manger avec joie ton pain – Et bois de bon Cour ton Vin.“ Louis Segond 1910

 

 

 

Guten Appetitt!

 

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© Elke Busch