Flammkuchen - Frankreich

 

Ursprünglich ein Essen vom Lande, aus dem Elsass, aus der Gegend von Strasbourg.
Wenn einmal in der Woche das Brot gebacken wurde, wurde mit dem Flammkuchen getestet, ob das Feuer im Ofen schon kräftig genug war. Das Mittagessen für die Bäcker war zugleich vorbereitet. Der Flammkuchen wurde in die Mitte der Kohlen gesetzt und die Flammen, die aus den Kohlen um den Flammkuchen leckten, gaben ihm seinen Namen.

 

Einen Hefeteig herstellen aus
500 g Weizenmehl
300 ml lauwarmes Wasser
1-2 EL Öl
1 Päckchen Trockenhefe
1/2 EL Salz

 

Für die vegetarische Variante den Paprikabelag vorbereiten:

400 g rote Paprika unter dem Grill rösten, bis die Haut schwarz ist, rausnehmen, ein feuchtes Tuch darüber legen und nach einiger Zeit die Haut abziehen. Paprika klein würfeln und in Gewürzöl (Öl, grobes Salz, Piment d’Esplette, Piment de la Vera oder Chili und Knoblauch) ziehen lassen, bis der Teig fertig ist.

Den Teig in 4 Stücke zerteilen und so dünn wie möglich ausrollen.

 

Mit einer Mischung von insgesamt 600 g Crème fraîche und Quark – im Original wird Fromage Blanc mit 40 % Fett verwendet – und gewürzt mit Salz und Pfeffer – wird der Teig dünn bestrichen.

 

200 g Frühstücksspeck in Streifen geschnitten oder/und die vorbereiteten Paprika,
1-2 Gemüsezwiebeln in dünne Ringe geschnitten, frisch gemahlenen Pfeffer und Salz auf die Creme geben.

Da der Flammkuchen eigentlich im Steinofen gebacken wird, ist es wichtig, den Ofen zu Hause auf der höchsten Stufe (Unterhitze) vorzuheizen. Ein Pizzastein ist hilfreich.


Ca. 10 Minuten auf untersten Schiene bei Unter- und Oberhitze backen lassen bzw. bis der Teig und der Belag leicht Farbe annimmt.

 

Mit dem Wissen über das Grundrezept lässt sich der Flammkuchen natürlich auf jeden Geschmack anpassen. Die Creme kann mit Schmand oder Sahne etwas weniger säuerlich gestaltet werden. Der Belag kennt quasi keine Grenzen. Selbst Käse kann zum Überbacken genutzt werden. Dann wird die Spezialität aus dem Elsass allerdings zum Hans-Dampf-in-allen-Gassen.

 

Die Bäcker im Elsass haben ihren Flammkuchen mit einem Glas D’eau de vie genossen. Wem das zu stark ist, dem sei ein Glas Weißwein aus dem Elsass dazu empfohlen:

 

Die Elsässer Weine der „Appellation d’Origine Contrôlée“ tragen im allgemeinen den Namen der Rebsorte.
Es gibt sieben Rebsorten, davon 6 weiße Weine: Sylvaner, Pinot Blanc, Riesling, Muscat d’Alsace, Pinot Gris und Gewürztraminer

 

1 Rotwein: Pinot Noir

 

Der elsässische Pinot Gris – Grauburgunder – ist eine Weißwein-Rebsorte, deren Beeren eine rötlich gefärbte Haut haben und dem Wein eine kräftige goldgelbe Farbe geben.

 

„Va manger avec joie ton pain – Et bois de bon Cour ton Vin.“ Louis Segond 1910

 

 

 

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© Elke Busch